
Mit Mazda haben wir nur gute Erfahrungen gesammelt! (BEIDE)
Drei Mazda-Modelle kämen in Frage: Der (zu neue) 5, der (zu große) MPV ab Bj 2000, der (gute alte) Premacy. Der Tribute ist kleiner bzw. enger als er aussieht und scheidet daher aus. Der Mazda 2 sieht ganz süß aus, ist jedoch einen Tick zu klein.
Beinahe wärs ein MPV geworde. Bei mobile wurde ein 2002er US-Import 200PS/V6 unter 100.000KM mit 150%iger Komplettausstattung inklusive Leder für knapp über 10.000 € angeboten – sogar direkt bei mir um die Ecke. ER hatte sich schon als Mazda-Kapitän gesehen, SIE hätte sich mit dem Spontankauf abfinden müssen. Aber wir hatten Pech, der MPV war schon weg.
Ein sehr guter Wagen, nur selten mit Automatik und meist mit großer Maschine und entsprechendem Verbrauch. Fahrverhalten gut, Bremsen könnten besser sein. Diese Kritik gilt aber für fast alle Vertreter der Minivangattung. SIE findet den MPV zu groß und damit scheidet er leider aus dem Rennen. Der MPV ist hierzulande relativ unbekannt, daher mal ein paar links: Test bei Auto-News.de, autobild.de eins, zwei, drei, vier und fünf, Parkers Beurteilung , Channel 4 Road Test (die können schön gemein sein , umso beeindruckender ist diese Beurteilung
)
Der 5er ist noch zu teuer und in Europa (noch?) nicht mit Automatik zu bekommen, bleibt also der Premacy. Nicht unbedingt ein Traumwagen, aber in der Summe aller Eigenschaften definitiv der Favorit. Er fährt sich überraschend agil, man sitzt bequem, sogar etwas niedriger als bei der Konkurrenz. Preislich liegt er absolut im Rahmen. Der 140PS Benziner ist der optimale Motor, die schwächeren Agregate werden ab 120km/h doch etwas laut und rauh. Den Diesel gab es nicht mit Automatik. Mazda-Spezialisten empfehlen den überarbeiteten Premacy ab Baujahr 2002, der an den runden Einfassungen in den Heckleuchten zu erkennen ist. Fahrwerk und Dämmung wurden überarbeitet. Gut war der Premacy schon vorher, ab 02 wurde er nur noch besser. Als Ausstattung empfiehlt sich das “Active”-Paket, das an den schwarz-gefärbten Hinteren Fenstern zu erkennen ist. “Exclusive” bezeichnet die Grundaustattung.
Ein Schönling ist er nicht, in hellen Metallicfarben (etwa türkisblaumetallic wie auf dem Foto) oder Schwarz sieht er gut aus. Größere Alufelgen würden ihm gut stehen. Ein Raumwunder für größere Familien ist er nicht. Kurzzeitig gab es den Premacy sogar als Siebensitzer, allerdings so beengt, das Experten von dem Modell abraten. Auch ist er nicht ganz so flexibel wie Meriva, Scenic oder C-Max was die Rücksitze angeht. Und da wäre noch der etwas ärmlich-blecherne Klang beim Türenschließen. Wenn es Kritik bei Fachtestern gibt, ist es “emotionslosigkeit”, also das Problem dass es kein Problem gibt (autobild, Parker’s, Channel 4, auto-news). Das Auto hat keine Ecken und Kanten, keine herausragende Eigenschaften, die meist auch entsprechende Nachteile zur Folge hätten. Die Besitzer lieben ihn in allen Motorversionen (2.0, 1.9, 2.0 TD)
Wenn die Kriterien “hoher bequemer Einstieg, agiles Fahrverhalten und Zuverlässigkeit zu einem sehr attraktiven Preis” heißen, ist der Premacy unschlagbar.
Interessant anzumerken is, daß der Premacy auf der C-Plattform aufbaut, die auch Basis für den Xedos 6 / Eunos 500 war. Die C-Plattform ist widerum mit der G -Plattform verwandt, die so interessanten Autos wie den 626 und MX-6 als Bodengruppe diente. Den Xedos 6 gab es mit einem 2L V6, den MX-6 und 626 (dritte Generation) und Xedos 9 gab es mit einem supersahnigen 2,5L V6 (KL-DE) mit netten 165 PS. Wenn wir nun Baukasten spielen, müßte der KL-DE V6 in den Premacy passen, geben wir dem Premacy noch 17” Alus und vielleicht noch gute Bremsen und ein knackiges Fahrwerk und fertig wäre der SuperPremacy.

Pre-facelift model (1999-2001)
Facelifted Premacy 2002-2004 Foto cc 2005 Joan (iblitz)